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Erinnerungen an schwere Zeiten - Düstere Jahre

 

Im Juli 1938 sollte in Ramsen der Schaffhauser Kantonalen Musiktags stattfinden. Von "ennet der Grenze" hatten, wie üblich, einige Gastvereine ihre Mithilfe zugesagt. Der Rielasinger Nazi-Bürgermeister Stumpf stellte jedoch einzig eine Bedingung: Neben der Schweizerfahne müsse auch die Hakenkreuzfahne in Ramsn aufgezogen werden. Nur durch ein Schreiben und heftige Interventionen bei der kantonalen Polizeidirektion konnte diese Forderung abgewandt werden. Der Bürgermeister von Rielasingen verbot darauf den deutschen Musikvereine die Teilnahme am Fest.
Der zweite Weltkrieg und damit verbunden der Holocaust waren ausgebrochen und im vollen Gange. Auch in Ramsen sollten jüdische Flüchtlinge wieder zur Grenze zurückgeschafft werden. Die Bevölkerung Ramsens setzte sich diesbezüglich ein um eine Ausweisung nach Deutschland und die Reise in den sicheren Tod dieser Menschen zu verhindern.
Bei Kriegsende im April 1945 wurden in der Schweiz, bis auf ein paar Ausnahmen, darunter auch Ramsen, sämtliche Grenzen geschlossen. Man wollte mit dieser Massnahme den zu erwartenden Flüchtlingsstrom in geordnete Bahnen lenken und den Übertritt von Kriegsverbrechern verhindern. Am 19. April 1945 übergeben die deutschen Zollorgane beim Zollamt Moskau ungefähr 400 französische Kriegsgefangene den schweizerischen Grenzwächtern. Die Flüchtlinge wurden übergangsweise in einem Sammellager bei Hemishofen untergebracht.

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